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Geschrieben von: Ralph Engelhardt   

FC Germania 07 Eich e.V.

„100 Jahre“

1907 – 2007

 

Germania Eich kann ehrenvoll und mit Stolz auf die vergangenen 100 Jahre  zurück blicken. Viele Menschen aus der Vergangenheit und Gegenwart haben mitgeholfen diese Zahl „100“ zu prägen und zu erreichen. 

Viele kamen und gingen und wirkten mit am Wohle des Vereins.

Glückliche Stunden und Höhepunkte, aber auch Stillstand und Rückschläge mussten hingenommen werden und sind immer wieder zu bewältigen.

Ein Höhepunkt in der Geschichte des FC Germania Eich ist sicherlich das diesjährige Jubiläum zum 100.  Geburtstag.

So mancher treue Anhänger des Vereins wird in diesen Tagen die vergangenen Jahre noch einmal vor seinen Augen vorüberziehen lassen. Dabei wird er feststellen, dass die Arbeit, Mühe und die Einsatzfreudigkeit nicht vergebens waren.

Es hat sich gelohnt!

 

Aus der Vereinsgeschichte

Der Anfang wurde im Jahr 1904 gemacht. Junge Eicher Männer, hauptsächlich Gymnasiasten, die in Worms zur Schule gingen, brachten den allerorts noch unbekannten Fußballsport nach Eich.

Auf den Gänsewiesen (Setzweidchen) fanden sie sich zusammen um gemeinsam Fußball zu spielen. Es bildete sich eine Gruppe die den Namen „Altrheiner“ (Trikotfarbe Blau-Weiß) trugen. Eine weitere Gruppe, die ebenfalls Fußball spielte, nannte sich „Germania“(Trikotfarbe Schwarz-Gelb). Im Frühjahr 1907  fuhren die „Altrheiner“ nach Osthofen um dort das Spiel „Ostova“ gegen Ahrheilgen zu sehen. Man vereinbarte ein Spiel am darauf folgenden Wochenende, das dann aber mit 0:6 verloren wurde.

Es sei noch angefügt, dass die Eicher zum größten Teil ohne Fußballschuhe angetreten waren.

Nach kurzer Zeit kam man zur Einsicht, dass es doch besser sei sich zusammen zu schließen um eine schlagkräftigere Truppe bilden zu können.

Bald darauf fand dann die Gründungsversammlung statt.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Fritz Gutjahr gewählt. Kassenwart wurde Rudolf Muth und Schriftwart wurde Valentin Rüßler. Johann Fetsch, Berthold Guthmann, Heinrich Schott und Otto Krebs waren die eigentlichen Gründer der späteren Mannschaft.

Das Vereinslokal befand sich bis Ausbruch des 1. Weltkrieges in der Gaststätte Gutjahr.

Fortan firmierten die Eicher Fußballer unter dem Namen „ FC Germania 07 Eich e.V.“.

Als Vereinsfarben wurde Blau-Weiß gewählt. Seinerzeit erteilte das noch in Darmstadt angesiedelte Ministerium die Genehmigung, den Fußballsport an der ausgesuchten Stelle (Setzweidchen) betreiben zu dürfen. Seitdem ist das Sportgelände an der gleichen Stelle, doch war dieses Gelände weder eben, noch standen feste Tore darauf. Teilweise sumpfig, teilweise nass, so mussten die Eicher Fußballpioniere die ersten Übungen absolvieren. Fürwahr, eine schwere Aufgabe, Ordnung in dieses Durcheinander zu bringen. Nach und nach (über mehrere Jahre)  wurden dann die größten Mängel beseitigt und man konnte den Sport besser ausüben.  Leider nahm die Bevölkerung zu wenig Notiz von diesem unbekannten und als roh beschriebenen Sport. 

Die Mannschaft spielte im gesamten Kreisgebiet. Zum Spiel fuhr man mit den einfachsten Mitteln, wie Pferdefuhrwerk, Lastwagen, Fahrräder, usw.

So manchen Erfolg konnte man verbuchen, aber auch Niederlagen mussten hingenommen werden. Sehr beliebt waren die Spiele mit den so genannten Sechsermannschaften, die fast nur als Pokalspiele ausgetragen wurden. Germania Eich konnte dabei immer und immer wieder wertvolle Pokale gewinnen. Die Mannschaft hatte sich über die Jahre einen Namen gemacht und galt als gefürchtete Mannschaft im Kreis und weit darüber hinaus.

Der 1. Weltkrieg unterband die sportliche Aufwärtsentwicklung des Vereins und machte allen Aufbauarbeiten ein  jähes Ende. Während des Krieges von 1914 - 1918 ruhte der Fußballsport. Erst nach Kriegsende, die ersten Sportler waren heimgekehrt, begannen diese mit dem Wiederaufbau des Vereins. Es war eine schwierige Aufgabe, nach all den Wirrnissen der damaligen Zeit auf sportlichem Gebiet wieder Fuß zu fassen.

Doch geprägt durch hohen persönlichen Einsatz und finanzieller Opfer konnten die erforderlichen Utensilien, wie Bälle und Schuhe angeschafft werden.

Nach und nach stießen dann jüngere, begeisterte Fußballfreunde zum Verein und gaben ihre neuen Impulse zur Weiterentwicklung mit.

Durch die Zunahme von Mitgliedern verbesserte sich zum einen die finanzielle Lage des Vereins, zum anderen konnte man erstmals eine Jugendmannschaft bilden.  

Von 1919 bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges war das Vereinslokal das Gasthaus „Zum Löwen“.

In den goldenen Zwanzigern gab auch der FC Germania in seinem zielstrebigen Vorwärtsdrängen nicht nach und holte sich Mannschaften aus Offenbach, Frankfurt, Fürth,

Nürnberg und Worms an den Altrhein. Bei diesen Spielen kamen damals mehrere Hundert

Zuschauer in unsere kleine Gemeinde.

 

Bereits in den Jahren 1922/23 errang die 1. Mannschaft der Germania die Meisterschaft in der C-Klasse. Ebenso die 2. Mannschaft und die Jugendmannschaft in ihren jeweiligen Klassen.

Nur 2 Jahre später, also 1924/25, schaffte die 1. Mannschaft als Meister den Aufstieg in die B-Klasse, in der bis Anfang der 30-er Jahre konstant gespielt wurde.

Eine alte, noch vorhandene Ehrenurkunde bezeugt, dass im Spieljahr 1930/31 im seinerzeitigen Gau Westrhein die Meisterschaft in der Klasse A2 errungen wurde.

Mehrere, noch vorhandene Urkunden geben davon Zeugnis, wie oft Germania Eich bei Turnieren wertvolle Preise gewinnen konnte.

Doch nicht nur im Fußballsport konnte man den Verein sehen.

Auch bei Laufwettbewerben waren die Germanen im Kreisgebiet stets in den Spitzengruppen vertreten.

 

Der unglückselige 2. Weltkrieg brachte den Spielbetrieb in Eich fast zum Erliegen.

 

Erst im Herbst 1945 wurde nach langwierigen Verhandlungen mit der zuständigen französischen Militärverwaltung erreicht, dass in Eich wieder Fußball gespielt werden durfte. Unter anderem der neu gewählte 1. Vorsitzende August Blüm und der damalige Bürgermeister Luckas schafften es die Genehmigung zu erhalten.

Germania Eich war somit der erste Verein im Kreisgebiet, der dem runden Leder nachjagen durfte. Trotzdem musste vor jedem Spiel eine Reihe von Bestimmungen  beachtet werden. So mancher unliebsame Vorfall könnte hier aufgeführt werden.

Ab 1949 nahm sich Konrad Fischer der Jugendarbeit beim FCG an und baute diese kontinuierlich über Jahre auf. Im gleichen Jahr zählte der Verein bereits 100 Mitglieder.

In den schweren Nachkriegsjahren musste die Vereinsführung erneut Pionierarbeit leisten.

Doch der unermüdliche Einsatz lohnte sich.

Schon im Spieljahr 1950/51 stellte sich der erste große Erfolg ein. Bedingt durch eine erstklassige Mannschaft konnte die Pokal- und Kreismeisterschaft in der Kreisklasse 1 errungen werden.  Bei der anschließenden Meisterfeier wurden neben den Sportlern auch verdiente langjährige Mitglieder geehrt. Zum Kader gehörten: H. Bauer, H. Sauder,

K. Glanzer, W. Lang, J. Luckas, W. Münk, A. Kappes, H. Ritscher, E. Müller, E. Reich,

H. Dörlam, 1. Vorsitzender war Heinrich Hartmann.  

 

 

Zum 50-jährigen Bestehen des Vereins zählte man 150 Mitglieder, davon 50 Aktive.

Vereinslokal war die Gaststätte Ludwig Dann (heute „Zur Sonne“).

Durch den Erfolg bedingt, wuchs die Mitgliederzahl des Vereins und auch das Spiel mit dem runden Leder verbesserte sich stetig.

Auch in kultureller Hinsicht trat der Verein durch Theateraufführungen hervor, nachdem eine neue Bühne erstellt worden war (die alte Bühne vor den Kriegsjahren bestand nur noch aus Einzelstücken).

 

Zur Freude aller Sportbegeisternden veränderte sich auch das Gesicht des Sportplatzgeländes. Eine neue stabile Umzäunung gab dem wirklich schön gelegenen Gelände (auch heute noch) ein ansprechenderes Gesicht. 

 

Schon damals verstand man es gut zu improvisieren und zu organisieren. So beschaffte man sich einen alten Eisenbahnwaggon, der zu einem netten Umkleideraum umgebaut wurde. Der Waggon erhielt einen Farbanstrich und integrierte sich gut in die Umgebung des Wäldchens.

 

Den damaligen Höhepunkt dieser fruchtbaren Vereinsarbeit brachte die Erstellung eines Ehrenmals in den Anlagen des Sportplatzgeländes. Wochenlang waren hier Mitglieder, Aktive und Freunde des Vereins tätig.  Am Tag der Einweihung war das ganze Dorf auf den Beinen. In Gegenwart des damaligen Landrats wurde das Ehrenmal seiner Bestimmung übergeben.

Das Ehrenmal wurde für die gefallenen und vermissten Sportler des Vereins beider Weltkriege errichtet, es trägt die Aufschrift:

 

                                               Den Gefallenen zur Ehr’

                                               Den Vermissten zum Gedächtnis

                                               Den Lebenden zur Mahnung!

 

Ebenfalls ein Höhepunkt war das Freundschaftsspiel einer Altrheinauswahl gegen die damalige Spitzenmannschaft aus dem Südwestdeutschen Raum „Phönix Ludwigshafen“.

Die Auswahlmannschaft setzte sich mit Spielern aus Eich, Hamm, Gimbsheim und Guntersblum zusammen. Vor immerhin 1200 Zuschauern verlor man aber mit 0:3.   

Der Gast aus Ludwigshafen erhielt, die für damalige Verhältnisse enorm hohe Summe von

900,00 DM. Nach dem Spiel waren DM 1.050,00 in der Kasse. Die verbliebenen 150,00 DM

reichten dann noch aus, um jedem Auswahlspieler ein Kotelett und ein Bier zu spendieren.

 

Leider gingen viele schriftliche Unterlagen während der Kriegswirren verloren.

Lediglich aus den Jahren um 1930 herum zeugen noch einige vorhandene Urkunden und Ehrenpreise von der Leistungsfähigkeit unseres Vereins. Vorstehende Angaben beruhen daher nur auf Grund von Aussagen verschiedener um 1950 noch lebender älterer Gründer

und Mitglieder. Noch vorhandene Urkunden und Pokale werden in der Jubiläumswoche zusammen mit den in jüngster Zeit erkämpften Urkunden, Auszeichnungen und Bildern in einer kleinen Ausstellung während der Festtage in der Altrheinhalle der Öffentlichkeit vorgestellt

 

Kontinuierlich wurden verbesserte Trainingsmöglichkeiten geschaffen, die dazu führten, dass auch bei den anstehenden Meisterschaftsspielen die fußballerische Qualität zunahm.

Trotzdem spielte man viele Jahre mit mehr oder weniger Erfolg in der B-Klasse.

Erst in den 60-er Jahren formierte sich eine Truppe, die über einen langen Zeitraum 

von sich reden machte. In der Spielrunde 1967/68 wurde das große Ziel erreicht und man wurde überlegen Meister der B-Klasse. Die 2. Mannschaft behauptete sich in diesem Zeitraum stets auf den vorderen Plätzen der Tabelle.

Es spielten damals in der 1. Mannschaft: Gustav Horn jun., Klaus Horn,  Dieter Horn, Gunthard Scherer, Klaus Willius, Horst Rother, Klaus Sauder, Bernd Fatho, Ludwig Sauder, Erich Keller, Rudi Brandl, Walter Sauder und Heinz Ritscher

Im gleichen Jahr gewann man zum 3. Mal hintereinander den großen Nibelungenpokal in Gundheim. Bei der ausgiebigen Meisterfeier in der neuen Schulturnhalle sang man bis in die frühen Morgenstunden mit Vorfreude, dass man nächstes Jahr wieder Meister werden wolle.

Die Ehrung der Spieler erfolgte durch Landrat Rein.

Und aus der Vorfreude im Jahr 1968 wurde Wirklichkeit!

Fast das  gleiche Team,  verstärkt durch die hinzu gekommenen Klaus Balzhäuser, Willi Kerskes, Reinhold Sander und Bernd Krummeck, schaffte es tatsächlich mit einem Punkt Vorsprung Meister der A-Klasse zu werden und in die Rheinhessenliga aufzusteigen.

Ob bei Heim- oder Auswärtsspielen wurde die Mannschaft durch viele Eicher Zuschauer unterstützt und begleitet.

Trainer und Vater des Erfolges war das langjährige Mitglied, aktiver Spieler und spätere Spielausschussvorsitzende Konrad Kappes.

Nach dessen Ausscheiden übernahm der jugoslawische Ex-Nationalspieler Slavko Stojanovic das Training. Sowohl seine internationale Erfahrung als auch sein aktives Mitspielen war den Mannschaften und letztlich auch dem Verein von großem Nutzen.

Dies zeigte sich darin, dass über 9 Jahre die Mannschaften des FC Germania Eich zu den Spielstärksten dieser Liga gehörten und nicht selten weit über 1000 Zuschauer die Heimspiele besuchten.

 

Nach Beendigung der Trainingsarbeit von Herrn Stojanovic leitete der Spieler Jürgen Krämer das Training, bis Karl Rauschkolb aus Alsheim dieses Amt übernahm.

Nach nur einem Jahr wechselte das Amt des Trainers wieder zu Jürgen Krämer, dem in der Saison 1976/77 die Vizemeisterschaft, mit nur einem Punkt Rückstand auf den

SV Guntersblum, in der Rheinhessenliga gelang. 

Bedingt durch das altersbegründete Ausscheiden vieler Spieler aus der Meisterelf von 1968

musste man nach Ende der Meisterschaftsrunde 1978 leider den Abstieg in die A-Klasse hinnehmen.

Nach kurzer, aber intensiver Suche wurde dann Udo Krebs, ein Sportstudent aus Mainz, als Trainer verpflichtet, mit der Aufgabe eine  neue Mannschaft zu bilden.

Mit seinen bis dahin in Eich noch unbekannten Trainingsmethoden, verstand es Herr Krebs die neu formierte 1. und 2. Mannschaft mit viel Spaß aber auch Erfolg zu trainieren.

Studienbedingt musste er sein Traineramt nach 2 Jahren (1980) beenden.

Anfang der 80-er Jahre kümmerte sich der Verein auch verstärkt um den doch arg mitgenommenen Rasenplatz. Die zuständigen Platzwarte verwandelten den überwiegend aus roter Erde bestehenden Sportplatz über Jahre hinweg zu einem echten grünen Rasen, nach dem sich noch heute jeder andere Verein die Finger leckt.  

Nach Herrn Krebs übernahm wiederum Jürgen Krämer die Trainingsleitung. Von 1980 bis Dezember 1982 leitete er Training und Aufstellung der 1. und 2. Mannschaft. Für den Rest der Meisterschaftsrunde 82/83 zeichnete Klaus Horn verantwortlich. In der darauf folgenden Saison wurde Günther Schäfer aus Alzey als Trainer verpflichtet. Nach diesem Jahr schieden etliche Stammspieler aus, so dass die spielerische Qualität doch erheblich zu leiden hatte. Konnte man sich noch im Spieljahr 1983/84 in der A-Klasse behaupten, sollte im Jahr darauf der Abstieg in die B-Klasse besiegelt sein. Mit die wenigsten Tore kassiert, aber auch die wenigsten Tore geschossen (Torschützenkönig war Ralph Engelhardt mit 5 Treffern) und viele Spiele nur knapp verloren. Der damalige Trainer Dieter Burkhardt, er kam vom SV Guntersblum, war wahrlich nicht zu beneiden, verstand es aber hervorragend den Mannschaften, trotz der immer  schwieriger werdenden Lage, den Spaß am Fußball zu erhalten.

Von 1984 bis 1988 spielte man nun in der B-Klasse. Während dieser Zeit schaffte man es zwar immer oben mit zu spielen, doch wollte der Aufstieg einfach nicht gelingen. In der Saison 85/86, der Verein verpflichtete Uli Horn als Spielertrainer, klopfte man erstmals und ernsthaft am Aufstiegstürchen an. In der zweiten Saison, unter Trainer Uli Horn, scheiterte man nur denkbar knapp am Aufstieg und wurde letztlich mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter.

Doch 1 Jahr später war es dann soweit. Als neuen Spielertrainer präsentierte der Verein den Ex-Profi Gerhard Rohatsch vom VfR Bürstadt. Mit seiner Erfahrung und Routine gelang es ihm gleich im ersten Jahr, die Mannschaft souverän und überlegen zum Meistertitel zu führen und damit den Aufstieg in die A-Klasse klar zu machen. Mit tollen Spielen und großem Einsatz verschaffte sich die Truppe viel Respekt bei den gegnerischen Mannschaften. Beim letzten Heimspiel, zu Beginn der Pfingstsportwoche machte man sich selbst das größte Geschenk: Die Meisterschaft.

Folgende Spieler wurden eingesetzt:

Ludwig Bräumer, Frank Schöne, Thomas Lieth, Uwe Sälzer, Harald Krißbach, Uwe Linke,

Valentin Bergsträsser, Christian Prokopp, Manfred Wapenhensch, Ralph Engelhardt, Thorsten Glanzer, Michael Prokopp, Uwe Fatho, Uli Horn, Dieter Kalbfuß, Andreas Balzhäuser, Holger Seibert, Mario Linke, Arthur Scherzer, Karl-Heinz Schulze und Spielertrainer Gerhard Rohatsch.

Höhepunkt der Saison war neben der Erringung der Meisterschaft eine 1-wöchige Reise nach

Tunesien. Dort wurde kräftig und ausgiebig gefeiert. Für alle Mitreisenden ein unvergessliches Erlebnis. 

Im 2. Jahr unter Gerhard Rohatsch, konnte man sich gut in der höheren A-Klasse verkaufen.

Überschattet wurde diese Saison von einem schweren Unfall des Spielers Ralph Engelhardt, der bei einem Zusammenprall mit Holger Seibert eine schwere Kopfverletzung davon trug und in der Mannheimer Neurochirurgie operiert werden musste.

Die Runde schloss man mit einem zufrieden stellenden Platz in der oberen Tabellenhälfte ab. 

Aus privaten Gründen beendete Gerhard Rohatsch nach Ende der Runde sein Traineramt in Eich.

Zwischen 1990 und 1999 folgte eine Zeit, in der sich einige Trainer am Altrhein vorstellten, um das Amt des sportlichen Leiters auszuüben.

Als Trainer fungierten Konrad Kappes, Jürgen „Morlock“ Meindl, Slavko Stojanovic und Winfried Seifert, der mit der Reservemannschaft 1997 überlegen den Meistertitel holte.

Danach übernahm Rüdiger Palss für fast 3 Jahre die Trainingsleitung. Im Jahr 2000 entging die 1. Mannschaft nur knapp dem Abstieg in die B-Klasse. In einem Relegationsspiel in Hochheim gegen Pfiffligheim konnte man, unterstützt durch eine lautstarke Eicher Fangemeinde und den Fußballern der französischen Partnergemeinde Fleury-La-Valleè, die zu einem Besuch in Eich weilten, den drohenden Abstieg verhindern. Bei der sich anschließenden Nichtabstiegsfeier mit den französischen Gästen blieb keine Kehle trocken.  

In der darauf folgenden Saison übernahm Norbert Hess für 3 Jahre die Verantwortung über beide Mannschaften. Auffallend zu dieser Zeit das ständige Auf und Ab. Spielte man in der Vorrunde beständig und gut, zeigte man in der Rückrunde nur noch schwache Leistungen.

In der nächsten Saison das gleiche, diesmal aber umgedreht. Kein leichtes Amt für Trainer und Betreuer. Trotz allem konnte Trainer Norbert Hess, gerade im taktischen Bereich, viel

vermitteln.

Seit 2003 zeichnen der ehemalige Profi Lutz Hofmann und der Eicher Peter Eicke, unterstützt durch den 5-köpfigen Spielausschuss, für Training und Aufstellung unserer Mannschaften verantwortlich. Zum Zeitpunkt der Chronikerstellung stehen beide Mannschaften jeweils auf dem 1. Tabellenplatz und es bestehen berechtigte Chancen, dass zumindest eines der beiden Teams den Meistertitel im Jubiläumsjahr nach Eich holen könnte. Verantwortliche und Freunde des FCG würden sich riesig freuen. Erfreulich auch immer wieder die Hilfsbereitschaft einiger älterer Spieler, die sich aufgrund verletzter Spieler reaktivieren ließen um beiden aktiven Mannschaften zu helfen.  

Das seit 3 Jahren eingeführte Trainingslager in der Vorbereitungszeit zur neuen Runde kam ausnahmslos gut bei allen Akteuren an. Sowohl bei Kraft- und Konditionstraining, als auch im taktischen Bereich haben beide Mannschaften erheblich dazu gelernt.

Generell kann man im Spielerlager von einer sehr guten Stimmung sprechen.  

Aufgrund der guten Leistungen beider Mannschaften in den letzten Jahren erfreuen sich gerade bei Heimspielen immer mehr Zuschauer am attraktiven Fußball des

FC Germania Eich. Noch nicht vergleichbar, aber auf dem besten Weg, vielleicht einmal die Zuschauerzahlen aus den 70-ern zu erreichen? Mit verantwortlich ist auch die Bewirtung für die in Eich, schon traditionell, bestens gesorgt wird.

 

Jugendfußball

Doch nicht nur im Aktiven Fußball, sondern auch im Jugendfußball konnte sich der Verein in den letzten Jahrzehnten präsentieren. So gelang es unter der Leitung von Reinhold Sander, die damalige A-Jugend im Spieljahr 1973/74 ungeschlagen zur Meisterschaft zu führen. 

Gustav Horn jun. konnte diesen Erfolg als Trainer der A-Jugend des Jahrgangs 59/60 in der Saison 76/77 nachmachen. Wiederum Reinhold Sander gelang es in der Saison 81/82 mit der damaligen A-Jugend den Meistertitel zu erlangen. Heinz Reich gelang 1982/83 der Erfolg mit der D-Jugend. Trotzdem musste man eine lange Durststrecke mit nur wenigen Jugendmannschaften durchstehen. Grund war wohl hierfür das immer größer werdende Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, mit dem nicht nur unser Verein zu kämpfen hatte. Doch wurde diese Zeit überstanden und dank einiger Unentwegten fanden viele Kinder den Weg zu unserem Fußballsport. Mit dazu beigetragen haben wohl auch einige gut organisierte Wochenendzeltlager für E- und D-Junioren auf unserem Gelände. Mit Fahrten z.B. ins Technikmuseum Speyer, vielen Spiel- und Trainingseinheiten wurde den Kindern ein kurzweiliges Programm geboten. Nicht zu vergessen die „gruseligen“ Nachtwanderungen und großen Lagerfeuer. 

Allein damit ist es in der heutigen Zeit wohl nicht mehr zu bewerkstelligen. So schloss man sich vor ca. 18 Jahren mit den Jugendabteilungen der Nachbarvereine aus Hamm, Gimbsheim und Alsheim zu einer Spielgemeinschaft „SG“ Altrhein zusammen.

Mittlerweile funktioniert diese Spielgemeinschaft nur noch zwischen Rheingold Hamm und Germania Eich. Gerade bei den Kleinsten von Bambini bis zu den D-Junioren konnten doch große Zuwächse in beiden Vereinen verbucht werden.

 

Man kann den Jugendleitungen, den Trainern und Betreuern nur ein dickes Lob und großen Dank aussprechen und hoffen, dass sie noch einige Zeit die Verantwortung übernehmen.

Ein besonderer Dank gilt unserem Sportfreund und Unermüdlichen Reinhold Sander, der über Jahrzehnte die Verantwortung in der Jugendarbeit übernahm. Mittlerweile könnte er ganze Klassensäle mit „seinen“ von ihm betreuten Kindern und Jugendlichen füllen.

Leider wird Reinhold Sander in diesem Jahr (2007) seine langjährige Tätigkeit, der Ruhestand sei ihm von Herzen gegönnt, beenden.

Die SG Altrhein nimmt zurzeit in allen Altersklassen an den Wettbewerben mit folgenden Mannschaften teil: 

Bambini (G-Junioren), F1- und F2, E1- und E2-, D- und C-Junioren, B- und A-Junioren.  

Einige der Mannschaften haben sich in ihren jeweiligen Gruppen im oberen Tabellendrittel festgesetzt.

Folgende Trainer und Betreuer sind im Moment bei Germania Eich bzw. Rheingold Hamm für die SG Altrhein verantwortlich:

G-Junioren                  Phil und Gerry Köhler                                    Rheingold Hamm

F1-Junioren                Volker Schmittel und Andreas Immhausen        Rheingold Hamm

F2-Junioren                Michael Reil, Sandra und Michael Handrick    Rheingold Hamm

E1-Junioren                Reinhold Sander                                           Germania Eich

E2-Junioren                Jürgen Mause-Scherer ,

Karl-Hans „Kalle“ Götz und Jörg Wentzel                 Germania Eich

D-Junioren                  Reinhold Sander                                           Germania Eich

C-Junioren                  Peter Kuckelkorn und Ernst Knierim               Rheingold Hamm

B-Junioren                  Jörg Schneider                                             Rheingold Hamm

A-Junioren                  Steffen Keller                                              Germania Eich

 

Leider zeigten auch die A-Junioren in den Relegationsspielen Nerven und verpassten dadurch die Möglichkeit in der kommenden Saison eine Klasse höher zu spielen.

 

Alte Herren Ü30 / Ü40

Auch der Altherrenfußball wird bei uns seit Jahrzehnten gepflegt und ist ein fester Bestandteil des FC Germania Eich. Die vielen Pokale beweisen dies.

Noch vor wenigen Jahren nahm eine Ü40-Mannschaft an der Meisterrunde teil, doch gab es hier, wie auch bei der AH-Ü30, wegen fehlender und nachrückender Spieler Probleme. Die „alte“ Crew, vornweg  mit Bernd Fatho und Rudolf Gaster, verstanden es aber auch ohne Fußball, die Altgedienten bei der Stange zu halten.

Nachdem Motto „ Anstatt Sport, fahr’n wir eben fort“, organisieren beide seit geraumer Zeit Kameradschaftsabende oder einmal im Jahr einen mehrtägigen Ausflug. Jeder, der bisher bei einer dieser Reisen dabei war, kann ein Liedchen davon singen. Von Süd bis Nord, von West bis Ost, fast das gesamte Deutschland wurde bereist.

Seit nun mehr 2 Jahren haben sich einige „jüngere“ Alte Herren um den Hauptinitiator Dirk Laubscher, einen Ruck gegeben um eine neue Mannschaft zu formieren. Das Ergebnis ist beachtlich und die jüngsten Erfolge bei Freundschaftsspielen und Turnieren zeigen dies durch gewonnene Geldpreise, Pokale und vor allen Dingen viel Respekt bei den Gegnern. Highlight war das Kreispokalfinalspiel 2006 in Eich gegen den Nachbarn Rheingold Hamm, das man vor stattlicher Kulisse (ca. 200 Zuschauer) knapp mit 1:2 verlor. Allein das Interesse der Zuschauer zeigt die Verbundenheit zum FC Germania 07 Eich. Auch bei der aktiven AH wird Geselligkeit hoch gehalten.

 

Damenfußball (Frauenpower-Made in Eich)

Im Mai 1970 schlug die Geburtsstunde der ersten Frauenfußballmannschaft des

FC Germania 07 Eich. Trainer Reinhold Knierim gelang es, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. 300 begeisterte Zuschauer säumten beim ersten Spiel den Spielfeldrand. Man spielte gegen die Konkurrenz der TSG Pfeddersheim.

Um zu zeigen, dass auch Frauen in der Lage sind attraktiven Fußball zu spielen, startete man Werbespiele in Oppenheim, Stetten, Laubenheim und Guntersblum. Dass diese Werbung Erfolg hatte, zeigte sich bereits nach nur einem Jahr. Es fanden die ersten Punktspiele statt. Eine Tabelle wurde eingeführt. Zu einem Titel reichte es zwar nie, aber mit kontinuierlich guten Leistungen fanden sich die Damen des FC Germania Eich stets im oberen Tabellendrittel wieder. In einer Pokalrunde musste man sich erst im Finale der gegnerischen Mannschaft des SV Horchheim geschlagen geben. Nach 5 Jahren Trainertätigkeit legte Reinhold Knierim sein Amt als Trainer nieder. Babypausen und fehlender weiblicher Nachwuchs führten schließlich zur Auflösung der Damenmannschaft. Spätere Versuche ein neues Damenteam zu bilden schlugen leider fehl. 

 

Weitere sportliche Aktivitäten!

Seit 1951 veranstaltet der Verein jährlich am Pfingstwochenende ein Fußballturnier. Geschickt verstand man es damals das Interesse unter der Bevölkerung aus nah und fern zu wecken. Mit den zur Verfügung stehenden einfachen Mitteln wurde ein Sportfest aus den Angeln gehoben, das bis heute Bestand hat und in unserer Gemeinde und auch in Rheinhessen nicht mehr weg zu denken ist.

Wurde früher der Rollbraten über dem offenen Feuer angeboten, die Getränke noch mit Stangeneis gekühlt, so gehen heute in unserem Grillstand nicht nur Steaks, Bratwürste und Pommes über die Theke, sondern auch Spieße, Hackbraten, Gyros usw. und aus Kühlfässern wird Bier und Cola gezapft. Gut belegte Wurstbrote und Kaffee und Kuchen runden die Sache ab. Verantwortlich für die Zubereitung ist unser Mäzen und langjähriger 2. Vorsitzender, Wilfried Fischer mit seinem Team.

Aus dem kleinen Turnier hat sich über die Jahre ein regionales sportliches Großereignis entwickelt, das in den 90-er Jahren so boomte, dass man gezwungen war, die sportlichen Aktivitäten über eine Woche zu strecken. Neben dem AH-, Aktiven- und Jugendturnieren spielten auch die Eicher Ortsvereine gegeneinander. Natürlich war das gesamte Dorf auf den Beinen, wollte man doch diese Gaudi miterleben. Alt gegen Jung, Dick gegen Dünn, das durfte niemand verpassen. Die anschließenden „Siegesfeiern“ wird wohl keiner vergessen.

An den Feiertagen lockerte man das Programm mit Einlagen wie Tanzdarbietungen,

Live Bands, Modeschauen, Kinderbelustigungen, Ponyfahrten, Torwandschiessen oder einer großen Tombola auf. Das Abendprogramm wurde und wird mit Musik der verschiedensten Richtungen gestaltet. Der sonntägliche Frühschoppen mit Wellfleisch und Kraut fehlt bis heute nicht.  Im Jahr 2001 wurde das 50. Pfingstturnier ausgerichtet. Stolz konnte man den Gästen aus nah und fern neben dem sportlichen auch ein extra unterhaltsames und kurzweiliges Programm unter anderem mit Zauberern und Bauchtanzgruppe präsentieren.

Zurzeit muss man sich mit der Ausrichtung von Donnerstag bis einschließlich Pfingstsonntag begnügen, fehlen doch gerade die alt eingesessenen Vereine, die damals für Gaudi und Spaß gesorgt haben. Vielleicht wurde das Turnier von Einzelnen doch zu Ernst genommen. Der Verein wird und muss alles daran setzen, diese Tradition weiter zu führen.

 

Seit 1974, nach Eröffnung der Altrheinhalle werden auch jährlich Hallenturniere durchgeführt. Auch hier kann man bereits über Tradition sprechen. Wie an Pfingsten treten hierbei Jugendmannschaften, AH-, Aktivenmannschaften und Ortsvereine gegeneinander an.

An mehreren Wochenenden werden die Sieger der einzelnen Gruppen ermittelt.

Dem FCG  gelang es als erster Verein namhafte A-Jugendteams von Bundesligisten nach Eich einzuladen und zu präsentieren. Unter anderem die Mannschaften vom 1. FC Kaiserslautern, FSV Mainz 05, Waldhof Mannheim, um nur einige zu nennen.     

 

Die Jugendturniere zu Beginn unseres Jubiläumsjahres 2007  kann man getrost als riesigen Erfolg werten. Auch das eine Woche früher veranstaltete AH- und Aktiventurnier bot tollen Fußball mit jeweils einem sehr großen Teilnehmerfeld. An beiden Turnierwochenenden haben dies die zahlreichen Zuschauer und anschließenden Presse- und Gästekritiken bestätigt.

 

Das Jahr 2006 stand auch bei Germania Eich im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft. Im Mai des Jahres konnten wir als Ausrichter der Mini -WM -Endspiele für F-Junioren Gäste aus  ganz Rheinhessen begrüßen. Mit herrlich hergerichtetem Rasen und toll geschmücktem Gelände wurde den Gästen und vor allem den F-Juniorenspielern ein unvergessliches Erlebnis geboten. Mit Nationalflaggen und -hymnen wurden alle Gastmannschaften beim jeweiligen Einmarschieren begrüßt und empfangen.  Selbst die eingeladenen Ehrengäste, Bürgermeister Herr Klaus Willius, VG Bürgermeister Herr Gerhard Kiefer und Stadtbürgermeister Markus Held aus Oppenheim und die gut 350 -400 Gäste staunten nicht schlecht über unsere Organisation und Durchführung. Natürlich war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Auch für uns ein unvergessliches Erlebnis.

Während der Weltmeisterschaft bot unser schmuckes Vereinsheim vielen Gästen Platz.

Gerade beim Auftreten der deutschen Mannschaft schien das „Häuschen“ aus allen Nähten zu platzen. Bei prächtiger Stimmung feierte man die Siege und genoss die tolle Stimmung.

 

Reisen ins In- und Ausland

Bereits 1967 fand der erste länderübergreifende Ausflug statt. Das Ziel war Laignes in Frankreich. Rund 40 Personen, bestehend aus einer Schüler- und Jugendmannschaft mit Betreuern, der damalige 1. Vorsitzende, Karl Glanzer und sein Dolmetscher August Dehn nahmen die lange Reise mit dem Bus auf sich. Neben Besichtigungen der Schlachtfelder von Verdun und dem Soldatenfriedhof in Andilly (dort liegen die im 2. Weltkrieg gefallenen Eicher Fritz Münk und Albert Krebs begraben) fanden auch Freundschaftsspiele statt. Die Schülermannschaft konnte mit 4:0, die Jugendmannschaft mit 6:2 gewinnen. Kurz entschlossen entschied man sich auf Betreuerseite ebenfalls eine Mannschaft zu bilden und gegen die AH -Mannschaft des Gastgebers anzutreten. Das Spiel wurde 4:1 verloren.

Bei seiner Rede an einem Freundschaftstreffen im dortigen Rathaus betonte Karl Glanzer:

Der Jugend beider Völker sei es aufgetragen die Freundschaft zu vertiefen!    

 

Auch später wurde der Sport mit Reisen verbunden. So stellte unser ehemaliger Torhüter Gernot Schlosser, in den 80-er Jahren, Student in Marburg, Kontakt zwischen dem Blau-Gelb Marburg (Studentenmannschaft) und unserem Verein her. Über mehrere Jahre besuchte uns diese Mannschaft an Pfingsten. Natürlich startete auch der FCG zu Gegenbesuchen mit Freundschaftsspielen. Bei den mehrtägigen Ausflügen wurden viele Freundschaften geschlossen. Später organisierte Helmut Köcke ähnliches, damals in Würzburg lebend, mit dem FV 04 Würzburg. Der Ausflug nach Würzburg war ein tolles Erlebnis. Die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft konnten wir im darauf folgenden Herbst, bei Neuem Wein und Zwiebelkuchen, unseren fränkischen Gästen zurückgeben.

 

1988 reiste man für eine Woche nach Tunesien. Nur nebenbei wurden einige Kurzausflüge ins Land gestartet. Bei hochsommerlichen Temperaturen und weißem Strand konzentrierte man sich hauptsächlich aufs Feiern und Genießen. In nur kurzer Zeit war die Hotelanlage in Germanenhand. Unvergesslich auch der Hin- und Rückflug, bei dem mehrmals “Alois’l“ gesichtet wurde.     

 

Im Jahr 2000 stand ein Besuch der französischen Partnergemeinde Fleury-La-Vallee an.

Mit dabei waren auch die dortigen Fußballer. Nach einem Freundschaftsspiel, das man gewann, wurden gegenseitig Geschenke verteilt. Abends feierte man in gemütlicher Runde die neu gewonnenen Freundschaften, trotz einiger Sprachbarrieren.

 

2003 besuchte, der 1988 auf die Kanaren ausgewanderte, Uli Horn seine alte Heimat Eich und brachte dabei noch 18 weitere spanische Fußballfreunde mit. Eine Woche lang waren die Spanier unsere Gäste und passend zum Pfingstturnier nahmen sie natürlich an unserem

AH -Turnier teil. Die Platzierung war hier zweitrangig. Beim Abspielen der spanischen und deutschen Nationalhymnen standen Einigen die Tränen in den Augen. Unsere spanischen Freunde, viele von ihnen zum ersten Mal überhaupt auf dem Festland, besuchten die nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten und genossen sichtlich die Eicher Gastfreundlichkeit. Spätestens nach dem ersten Gläschen spanischen Rums war von Fremdsprache keine Rede mehr.

 

Nur ein Jahr später starteten 21 Germanen (Frauen und Männer) zu einem Gegenbesuch.

Sensationell wurde unsere Truppe begrüßt. In einem traumhaften Hotel mit toller Anlage konnte eine Woche relaxt werden. Neben vielen Tagesreisen mit dem Besuch von Sehenswürdigkeiten wurden wir auch ganz offiziell durch die Inselregierung empfangen und mit persönlichen Geschenken bedacht.     

Das Freundschaftsspiel gewann unser bunt zusammen gewürfelter Haufen und konnte neben den örtlichen Fahnen auch noch einen großen Pokal in Empfang nehmen.

Die vielen privaten Einladungen konnte unsere Abordnung gar nicht alle wahrnehmen.

 

Zu Beginn der Weltmeisterschaft 2006 konnten wir unsere Freunde von der Kanareninsel

La Palma zum zweiten Mal in Eich mit großem Hallo begrüßen. Für eine Woche logierten die Palmeros in Eich und besuchten dabei die Spielorte in Stuttgart, Kaiserslautern, Frankfurt und Köln. Natürlich fand wieder ein Freundschaftsspiel statt, das, was will man mehr, mit einem 3:3 endete. Wir wollten es unseren Gästen nach machen und arrangierten ebenfalls einen Empfang bei Weck, Worscht und Wein im Eicher Rathaus. Beim Abschied wurden viele Geschenke ausgetauscht und jeder unserer Gäste erhielt eine Vereinsnadel, die stolz entgegen genommen wurde.

 

Nicht nur Fußball

1961 wurde die Idee geboren Umkleidekabinen zu bauen. Am Ende des gleichen Jahres wurde ein Finanzierungskonzept erstellt. Schon damals machte es sich die Vereinsführung nicht einfach und plante gewissenhaft diese Baumaßnahme. Mit den doch geringen

finanziellen Mitteln, dafür aber mit Muskelkraft, Engagement und überwiegend Eigenleistung meisterte man den Neubau.

Der Eisenbahnwaggon musste weichen und wurde ausrangiert. Bereits im Juli 1962 wurde mit dem Bau begonnen und zügig weiter geführt. Gebaut wurde ein Gebäude mit zwei Umkleideräumen mit jeweiligem Duschraum und einer Kabine für den Schiedsrichter. Leider, man kennt das Problem auch heute, mangelte es immer mehr an freiwilligen Helfern, so dass sich die Fertigstellung bis Anfang 1963 hinzog. In den Jahren 1966 bis 1968 plante man ernsthaft das Gebäude zu erweitern, doch wurde dieses Vorhaben seitens der Gemeinde

wegen eines geplanten Sportzentrums abgewiesen. 

Im Übrigen sind die damals gebauten Umkleideräume der Grundstock des heutigen Vereinsheims.

Nach Eröffnung der Altrheinhalle wurden die Umkleideräume zum Vereinsheim umfunktioniert und in den 80-er Jahren durch die Küche (heute noch) und die Außentheke mit Überdachung erweitert. Im gleichen Zeitraum entstand der Grillstand. In den 90-er Jahren  wurde die Sektbar mit Unterstand gebaut und man plante bereits das Vereinsheim „Häuschen“ zu renovieren, bzw. zu vergrößern.

 

Dieser Plan wurde aber erst ab 1999/2000 konkret ins Auge gefasst. Der amtierende Vorstand legte Pläne und ein Finanzierungskonzept vor. Bei mehreren außerordentlichen Mitgliederversammlungen wurde darüber diskutiert und letztendlich positiv darüber abgestimmt. Im  Jahr 2000 startete man eine groß angelegte Werbe- und Spendenaktion. Der Verein erhielt neben einer großen Summe Geld von vielen Spendern auch die nötige Unterstützung vieler vereinstreuer Firmen, insbesondere durch schwere Maschinen und Baumaterialien. Direkt nach dem Pfingstsportwochenende 2001 wurde mit dem Abriss begonnen. Genau 1 Jahr später an Pfingsten wurde das neu geschaffene Vereinsheim feierlich mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet, untermalt durch den evangelischen Posaunenchor. Viele Eicher Bürger folgten der Einladung zur Einweihung und feierten den ganzen Tag bei Eintopf und Freibier. Für die Kinder hatte man am Mittag ein kleines Programm zusammengestellt.

Wieder einmal hatte es unser kleiner Verein geschafft, mit Engagement und Eigenleistung ein solch großes Unterfangen mit Bravour zu meistern. Ja, man hatte baulich  sogar mehr erreicht, als ursprünglich geplant!

Der Dank gilt daher allen Helfern (weit über 40 an der Zahl), die ihre Freizeit, Wochenenden und Urlaub geopfert hatten, allen unterstützenden Firmen, der Ortsgemeinde Eich und allen Spendern, die maßgeblich zu diesem Gelingen beitrugen. Für jeden Beteiligten wird dieses Jahr unvergessen bleiben, stand doch neben der Arbeit auch jede Menge Spaß ganz besonders im Vordergrund. Im Laufe der folgenden beiden Jahre wurde noch die Küche und der Lagerraum  modernisiert und eine neue Theke in Rundform, alles in Eigenleistung, gebaut.

 

Ebenfalls zu Beginn der 90-er Jahre begann man auch mit dem Austausch der Holzflutlichtmasten, an denen immer mehr der Zahn der Zeit nagte. Diese Baumaßnahme schleppte sich über mehr als 10 Jahre hin, ehe man im Jahr 2005 die beiden letzten Masten stellen und in Betrieb nehmen konnte. Man muss die Eigeninitiative und die Unterstützung der vereinstreuen Firmen auch hier lobend erwähnen.

 

Kontinuierlich wurde auch die Qualität des Rasenplatzes verbessert und bis heute auf hohem Niveau gehalten. Die Platzwarte, allen voran Valentin „Walek“ Glanzer, Klaus Balzhäuser, Heinz Menger, Ludwig „Lui“ Bräumer, Gerhard Gebhard, Thorsten Glanzer sen.,

Jürgen „Bip“ Horn, und Jürgen „Jupp“ Dann, unterstützt durch viele Helfer, haben dies mit viel Bereitschaft und Fachkenntnis ermöglicht.

 

Nicht zu vergessen, die Pflege des Ehrenmals. Hierbei wird der Verein jährlich von Anita und Hans Bechtel unterstützt, die trotz der immer wiederkehrenden Beschädigungen an neu verpflanzten Blumen, den Bereich sauber halten und pflegen.

 

Um die vorgenannten Aktivitäten durchführen zu können, braucht man ein finanzielles Standbein. Da in Eich und Umgebung die Sponsoren nicht gerade zahlreich sind, musste man sich mit Veranstaltungen anderer Art behelfen. So wurden in der Vergangenheit

mehrere Discos in der Altrheinhalle organisiert und in den Wintermonaten zu Schlachtfesten eingeladen. Bei vielen Betriebsfesten konnte man als gut organisiertes und kompetentes Team alle Gäste zur Zufriedenheit bewirten, bedienen und überzeugen. Das verdiente Geld kam der Vereinskasse zu Gute. 

 

Kulturelles

Auch kulturell wurde in den vergangenen Jahren einiges bewegt. So beteiligte man sich 1982 bei der 1200-Jahrfeier der Gemeinde Eich mit einer Fußgruppe, die mit Kostümen aus dem Mittelalter die damalige Eicher Zeit darstellten.

Im gleichen Jahr feierte man selbst das 75. Vereinsjubiläum mit einem großen Festakt.

Auch bei den Jubiläen anderer Eicher Vereine, wie 100 Jahre Feuerwehr, 150 Jahre MGV,

oder 100 Jahre TV 1888 Eich präsentierte sich Germania Eich mit unterschiedlichsten Motivwagen und nahm so immer an den Festumzügen und deshalb maßgeblich am Ortsgeschehen teil.

 

Auch an Fastnacht zeigt man sich seit Jahrzehnten. Mit immer neuen Ideen wird das

närrische Volk in Eich, Guntersblum oder Dienheim überrascht. Eine eigens durch Privatgelder finanzierte Rolle wird Jahr für Jahr umgestaltet und toll geschmückt. 

Germania Eich war auch maßgeblich am Wiederaufleben der Eicher Kerb beteiligt und übernahm zusammen mit anderen Eicher Vereinen die Bewirtung der Gäste.

 

Auf Initiative unseres Vereins und in Zusammenarbeit mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Eich werden wieder seit 2 Jahren am Kerwesamstag ab 8:00 Uhr im Eicher Ortskern Eier gesammelt, später gebacken und kostenlos ausgeteilt. Beachtlich wenn an so einem Morgen mehr als 1000 Eier gespendet werden.     

 

Unsere „Alten“

Stolz kann die jüngere Generation auf alle Verantwortlichen früherer Zeit zurück blicken.

Ohne diese Männer, die Verantwortung und viele Widrigkeiten auf sich genommen hatten, könnte der Verein kein 100-jähriges Jubiläum feiern. Gerade in heutigen Zeiten ist es wichtig, auf die Erfahrungen dieser Zeitgenossen zurückgreifen zu können. So unterstützen noch viele ältere Mitglieder die Vereinsarbeit und ermöglichen damit der jungen Generation immer wieder neue Erkenntnisse zu gewinnen.

In den letzten Jahren wurde der Verein von folgenden Mitgliedern besonders unterstützt:

Gisbert Engelhardt, langjähriges Vorstandsmitglied, fungierte viele Jahre als Koch und künstlerischer Gestalter (entwarf das neue Vereinswappen) und kümmerte sich lange um den Getränkeeinkauf, immer da wenn man ihn braucht

Valentin Glanzer, langjähriges Vorstandsmitglied, half maßgeblich mit, den Rasenplatz zu einem echten Rasenplatz zu machen und kümmerte sich um die technischen Geräte

Friedel Becker, ehemaliger 1. Vorsitzender und langjähriges Vorstandsmitglied, immer zur Stelle wenn etwas fehlt (Traktor, Rolle, Halle, Kartoffel)

Klaus Willius, langjähriger 1. Vorsitzender und Vorstandsmitglied, Neubau Küche, Sektbar und Grillstand, Initiator und Ausführender

Georg Prokopp, langjähriges Vorstandsmitglied, Jugendtrainer und -leiter, maßgeblich mit der „Rentnerband“ am Neubau beteiligt, wartet immer auf Einsätze

Reinhold Sander, langjähriges Vorstandsmitglied, Jugendtrainer und -leiter,  maßgeblich am Bau beteiligt, zurzeit im Jugendbereich tätig

Rudi Lauermann, Mädchen für alles, war immer da, wenn man ihn brauchte und half unermüdlich mit, das neue Vereinsheim fertig zu stellen

Rudi Rother, Zimmermann beim Neubau, jederzeit bereit für Holzarbeiten aller Art, glänzte beim Richtspruch und lebte beim Bau noch einmal so richtig auf

 Robert Hartmann, Organisator, ständig auf der Suche nach passenden Spielern, Tombolaverkäufer und Repräsentant nach außen

Die vorgenannten Personen sollen die Leistungen der vielen nicht genannten Mitgliedern keineswegs schmälern.

 

Wichtig für unseren Verein!

Mitglieder oder auch Nichtmitglieder die unseren Verein auf ihre Weise unterstützen, so alle Mütter, Frauen und Freundinnen, die:

- es ihren Männern, Freunden und Kindern ermöglichen für den FCG Fußball zu spielen

- mal eben mit dem Auto Jugendspieler zu Auswärtsspielen fahren

- mal eben Trainingskleidung oder einen Satz Trikots waschen

- mal eben die anfallende Wäsche aus dem Vereinsheim mitnehmen und reinigen

- mal eben das Vereinsheim putzen

- mal eben an Pfingsten beim Verkauf helfen, usw., usw.

 

Auch das gibt’s!

In der Nacht zum 1.Mai 1981 erlaubten sich einige Rowdys einen makabren Scherz.

So wurden an beiden Toren die Torpfosten angesägt. Die für den Nachmittag angesetzten Meisterschaftsspiele mussten darauf hin abgesagt werden.

 

Och, naa …

Bei einem Meisterschaftsspiel in den 90-ern:

Sommer und heißes Wetter. Ein Germanenspieler löscht seinen Durst am eigenen Tor. Währenddessen fängt der Gegner einen unserer Angriffe ab und setzt zum Konterspiel an.

Unser durstiger Spieler läuft aus dem Tor auf den Gegner zu und hebt damit das Abseits auf. Germania Eich kassiert ein Tor. So ein Mist!

 

Während einer Nachtwache in der Bauphase:

3 Germania - Nachtwächter sitzen im Sommer draußen und bewachen während einer Veranstaltung den Neubau des Vereinsheims. Leider haben sie nicht bemerkt, wie in ihrem Rücken fast die komplette Beregnungsanlage auseinander montiert wurde! Die Nachtwächter

 

Gewusst?

Wo kommt eigentlich der Vereinsname „Germania“ her?

Das vor der evangelischen Kirche aufgestellte Denkmal mit der deutschen Symbolfigur  „Germania“ war im Gründungsjahr 1907 Namenspate bei der Gründung unseres Vereins.

 

Für die Statistik

Zurzeit zählt der Verein knapp 430 Mitglieder, von denen 96 Kinder und Jugendliche, 

43 Aktive- und 30 AH -Spieler den Fußballsport betreiben. Ferner gehören unserem Verein 44 weibliche Mitglieder an.

Unsere jüngsten Vereinsmitglieder sind Dana Waltraud Scherer geboren am 04.02.2005 und Julius Peter Obentheuer, geboren 07.04.2005, mit gerade mal 2 Jahren!

Das älteste Mitglied, Herr Richard Günther, ist am 31.08.1920 geboren, seit 1949

(58 Jahre) im Verein und feiert im Jubeljahr seinen 87. Geburtstag.

Am längsten ist Herr Hans Reich Vereinsmitglied. Seit dem 01.08.1939, also seit

68 Jahren, ist Herr Reich, geb. am 11.08.1923 (84 Jahre), dem FC Germania 07 Eich treu verbunden!

Die Zahl der Mitglieder ab dem 60.  bis 87. Lebensjahr ist mit 84 Personen nicht unerheblich

und teilt sich auf in:        Alter 60 – 70 Jahre                 48 Personen

                                   Alter 70 – 80 Jahre                 26 Personen

                                   Alter 80 – 87 Jahre                 10 Personen

Gerade diese Personen zeigen damit ihre tiefe Verbundenheit zu unserem Verein. 

Der FC Germania 1907  Eich ist stolz, solche Mitglieder in seinen Reihen zu wähnen

An Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 18 Jahren zählt der Verein, wie erwähnt,

96 Mitglieder.

Die größte Gruppe der Mitglieder ist zwischen und 19 und 59 Jahre alt.                                      

Ferner kann unser Verein zurzeit 3 Schiedsrichter melden.

Stefan Bechtel, der Jüngste, hat sich nach oben „gepfiffen“, leitet in höheren Klassen Spiele und ist auch im Gespann tätig.

Karl Hartweck setzt sich seit 40 Jahren den Attacken der Zuschauer aus.

Walter „Schuster“ Fink ist seit 1956, 50 Jahre, als aktiver Schiedsrichter tätig. Über die Jahre hat er sich jede Menge Respekt verschafft hat kann etliche Ehrungen aufweisen. 

 

Aus dem Protokollbuch 1957

Bemerkenswert und leider auch heute noch zutreffend, die Aussage des damaligen Schriftführers und Festleiters Erich Engelhardt, nach dem 50-jährigen Jubiläum im Originalton:

 

Wohl kaum ein Außenstehender kann ermessen, welch ungeheure Arbeit nötig war um dieses Jubiläum ablaufen zu lassen. Es gab genug Besserwisser und Nörgler, die es anders gemacht hätten. Diese Kritiker wagten aber nicht auch ein Teil der großen Last und des Risikos mit zu tragen. Am Ende jedoch behielten die Verantwortlichen Recht und mit Stolz konnte noch am Fest ein Reinertag von DM 2.800,00 festgestellt werden. Allen Mitwirkenden bei der Vorbereitung des Programms oder der Instandsetzung des Sportplatzes, des Waggons, Festwagens usw. gebührt aufrichtiger Dank.

Nun vorwärts, hinein in das zweite halbe Jahrhundert.

                                                                                  Für den Festausschuss

                                                                                  Erich Engelhardt, Festleiter   

 

Wünschen wir uns, dass es gelungen ist ohne Besserwisserei und Nörglerei den

100. Geburtstag des FC Germania 07 Eich gebührend zu feiern.

 

An die fußballbegeisterte Jugend und an die gesamte Einwohnerschaft von Eich, ergeht die Bitte, auch nach 100-jährigem Bestehen des FC Germania 07 Eich, den Verein weiterhin zu unterstützen, damit ein weiteres erfolgreiches Aufwärtsstreben möglich ist.  

Mit diesem Wunsch wollen wir das 100-jährige Jubelfest begehen und Rückschau auf die Vergangenheit nehmen, dabei aber nicht vergessen den Blick in die Zukunft auf eine weitere

segens- und erfolgreiche Arbeit zu richten.

 

Mit den Worten des Festleiters von 1957 schließt nun der Rückblick:

 

Nun vorwärts, hinein in das nächste Jahrhundert.

*   *   *

 

Liedgut der Germania

 

Im Herbst wenn das Wetter kühlt,                            Der Richter (Schiri) pfeift, ein jeder tut,

wenn alle Leute frieren,                                             sein Bestes bei dem Spiele,

dann ziehen wir hinaus ins Spiel,                             Gewandtheit und ein frischer Mut,

das kann uns nicht genieren.                                    das führet uns zum Ziele.

Es gibt der Spiele mancherlei,                                  Es schätzt das Aug, es schlägt die Brust,

wo man Vergnügen hat dabei,                                  und wo man schaut ist Freud und Lust,

doch alle müssen weichen,                                      doch alle müssen weichen,

dem Fußball ohnegleichen.                                       dem Fußball ohnegleichen

 

Das Lied stammt aus den frühen 20-er Jahren. Die Melodie ist leider nicht überliefert. 

Der noch heute lebende ehemalige Spieler und langjähriges Vorstandsmitglied, Heinz Sauder, hat dem Verein übrigens schon zum 50-jährigen Jubiläum diesen Text hinterlassen.         

 

 

Die Mannschaft der ersten Stunde

Nach einer Aufschreibung von Julius Günther, Sandhof, war dies die erste Mannschaftsaufstellung.

Im Originalschreiben heißt es:

 

Die ersten Fußballspieler waren:

 

Scheffel (Guntersblum), Konrad (Osthofen) , Otto Krebs , Fritz Widder , Johann Ochs

 

                                   Johann Fetsch , Otto Bechtel , Julius Günther

 

                                                  Rudolf Ernst , Jakob Ochs

 

                                                            Heinrich Kappes

                                                                                  gez. Julius Günther

 Ralph Engelhardt 2006